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Social Software Tools in E-Learning Szenarien

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Um E-Learning Projekte mit Social Software Tools in der Ausbildung implementieren zu können, bedarf es einer genauen Planung und Konzeption des jeweiligen Vorhabens. Nach Kerres (2013, S. 74 f.) sind nach der gestaltungsorientierten Mediendidaktik das Bildungsproblem zu benennen, die Zielgruppe zu bestimmen sowie Lernziele und -inhalte zu bezeichnen. Es wird nach Lösungen für die jeweilige Anforderungssituation gesucht, die problemorientierte und instruktionale Elemente beinhalten kann. Dabei wird der Fokus auf den Prozess der Konzeption und Entwicklung des jeweiligen Lernszenarios gelenkt.

Um aber Lösungen für die jeweilige Anforderungssituation finden zu können, bedarf es einem guten Kenntnisstand der jeweiligen Zielgruppe. Welche Erwartungen und Erfahrungen haben sowohl Lernende und Lehrende bezüglich E-Learning mit Social Software? Dieser Fragestellung sind in einer Studie Leino und Tanhua-Piiroinen (2012) nachgegangen, in der fünf Pilot-Schulungen in Zusammenarbeit mit einer Ausbildungsorganisation untersucht wurden. In den zu untersuchenden Schulungen spielten Aspekte der computervermittelten Kommunikation (cvK) eine wichtige Rolle. Eingesetzt wurden synchrone Tools (Chats und Videokonferenzen) und asynchrone (Blogs, Diskussionsforen und Wikis).

Eine wichtige Erkenntnis aus der Studie ist, dass die Lernenden mit unterschiedlichen Kenntnissen im Umgang mit Social Software an den Schulungen teilnahmen. Daher ist es ratsam, zuerst eine Schulung im Umgang mit den verschiedenen Tools durchzuführen bevor diese in E-Learning Szenarien genutzt werden. Damit die Lernenden den Sinn zur Nutzung und zum Gebrauch der Social Software verstehen, sind, klare und verständliche, Erklärungen dringend erforderlich. Ebenfalls eine klar strukturierte und erkennbare Aufgabenstellung. Die Aufgaben müssen für die Lernenden einen Sinn ergeben. Nur so können die Lernenden zur Interaktion und Partizipation motiviert werden. An dieser Stelle müssen die Lehrenden ebenfalls umdenken und sich von alten, traditionellen Lehrmethoden verabschieden. Gerade in asynchronen Lernumgebungen müssen sie eine Vorbildfunktion übernehmen und mit gutem Beispiel vorangehen, indem sie den Lernenden das Gefühl vermitteln, nicht alleine zu sein. Außerdem sollten sie die Lernenden auch zur Interaktion motivieren. In synchronen Lernumgebungen wiederum sollten Lehrende zunächst eine Moderationsrolle übernehmen, indem sie die Lernenden anleiten und begleiten. Lehrende müssen daher versuchen, sowohl in asynchronen als auch in synchronen Lernumgebungen die Interaktivität und Motivation der Lernenden zu fördern und aufrechtzuerhalten.

Um E-Learning Projekte mit Social Software Tools erfolgreich zu planen und zu konzipieren, sollte daher der Blickwinkel sowohl auf Lehrende als auch auf Lernende gerichtet sein. Bei der Gestaltung von Lehr- und Lerninhalten sollten daher die jeweiligen unterschiedlichen Anforderungen berücksichtigt werden.

Literatur:

Kerres, M. (2013). Mediendidaktik. Konzeption und Entwicklung mediengstützter Lernangebote (4. Auflage). München: Oldenbourg Verlag.

Leino, J., & Tanhua-Piiroinen, E. (2012). Adding Social Media to e-Learning in the Workplace. Instilling Interactive Learning Culture. International Journal of Advanced Corporate Learning (iJAC), 5(3), 18–25. URL: http://editlib.org/p/45652 [19.12.2013]

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